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	<title>namibia » tagebuch &#187; Ovambo</title>
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	<description>just another blog from namibia - tagebuch von andreas und mirjam</description>
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		<title>Termitenknete</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 13:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mirjam</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ovambo]]></category>
		<category><![CDATA[Wir vier]]></category>

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		<description><![CDATA[Klopf, klopf, ist jemand da?Das Landschaftsbild in unserer Umgebung wird stark geprägt von den Termitenhügel. Klein, hoch, dick und dünn; in den interessantesten Figuren ragen sie in die Höhe. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Ovambos bereits seit einigen Generation den Termitenhügelsand als Zement benützen. Sie verkleiden ihre Hütten damit, schliessen Ritzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><div class="wp-caption alignleft" style="width: 230px"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/2009/06/knete1g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/2009/06/knete1k.jpg"/></a><p class="wp-caption-text">Klopf, klopf, ist jemand da?</p></div>Das Landschaftsbild in unserer Umgebung wird stark geprägt von den Termitenhügel. Klein, hoch, dick und dünn; in den interessantesten Figuren ragen sie in die Höhe. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Ovambos bereits seit einigen Generation den Termitenhügelsand als Zement benützen. Sie verkleiden ihre Hütten damit, schliessen Ritzen und Lücken und bepflastern auch mal den Boden damit, so dass sie einen sauberen ebenen Grund erhalten um ihre Nahrungsmittel zum trocknen ausbreiten zu können . 
<div class="wp-caption alignright" style="width: 230px"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/2009/06/knete2g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/2009/06/knete2k.jpg"/></a><p class="wp-caption-text">Konzentriert bei der Sache</p></div>
Dies inspirierte auch uns und so machten wir uns ausgerüstet mit einem Hammer auf den Weg zu einem der grösseren Termitenhügel in unserer Nähe. Nathan hämmerte auf den Hügel ein um etwas bröckeligen Sand wegzuschlagen und wir versuchten diesen mit einem Sack aufzufangen. Mit unserer Beute begaben wir uns wieder auf den Heimweg und siebten den gewonnenen Sand fein. Anschliessend vermischten wir diesen mit Wasser und gewannen eine wunderbare Knete. 
Aus dieser Knete entstanden die schönsten Kunstwerke. </p>
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		<title>Autowaschen, die Schweizerische Tugend &#8211;  ein netter Versuch</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 16:41:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne Kategorie]]></category>
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		<description><![CDATA[Damit unser Auto farblich wieder als unser Auto zu erkennen ist, beschloss ich gestern Nachmittag das Auto zu waschen und vom vielen Staub zu befreien. Nathan wollte mir unbedingt helfen, was mir nur recht war. Nach anfänglichen Problemen bei der Arbeitsteilung &#8211; Nathan sollte das Auto abspritzen und ich wollte mit dem Schwamm das Auto [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit unser Auto farblich wieder als unser Auto zu erkennen ist, beschloss ich gestern Nachmittag das Auto zu waschen und vom vielen Staub zu befreien. Nathan wollte mir unbedingt helfen, was mir nur recht war. Nach anfänglichen Problemen bei der Arbeitsteilung &#8211; Nathan sollte das Auto abspritzen und ich wollte mit dem Schwamm das Auto gründlich putzen, stattdessen wurde vor allem ich nass, und wir kämpften um den Schwamm &#8211;   fanden wir einen Weg und alles schien in Ordnung. Lange dauerte diese Harmonie nicht: Eine einheimische Sicherheitsangestellte der Schule hatte uns entdeckt und näherte sich uns. Ohne lange zu fackeln nahm sie Nathan den Schlauch aus der Hand, bis ich ihr klar machen konnte, dass Nathan das gerne selber machen möchte. Sie ging. Kurz darauf kam der zweite Sicherheitsangestellte und machte dasselbe. Nathan protestierte natürlich lauthals. Ich probierte dem Angestellten zu erklären, dass er Nathan ruhig machen lassen soll, aber alles protestieren und Händeringen nützte nichts, er bestand darauf, weiterzufahren. Am Schluss wusch er das Auto selber, Nathan und ich mussten zuschauen. Unsere Schweizerische Tugend wurde im Keim erstickt&#8230;</p>

<p>Nathan fand einen Ausweg und begann seinen gelben Plastikbus zu waschen, so gründlich dass er seinen Papa locker in den Schatten stellte. Ich war ziemlich ärgerlich, mochte mir dies aber nicht anmerken lassen. Hingegen fragte ich mich mehrmals, was das sollte. Wahrscheinlich hatten die beiden Mitleid mit mir, dass ich mit Nathan das Auto waschen &#8220;musste&#8221;, schliesslich sollten Männer und Knaben machen können, was sie wollen und zusammen das Auto waschen kann nur die Idee einer Frau sein. Vielleicht hatten sie Angst, dass Nathan zu viel Wasser brauchen könnte, da er (recht haben sie) mich angespritzt hat. Vielleicht wollten sie ihren mickrigen Lohn auffrischen, ich weiss es nicht oder möglicherweise einfach sehr zuvorkommend sein, zu freundlich für meinen Geschmack. Auf jeden Fall hat diesmal keine Völkerverständigung stattgefunden, ich fühlte mich irgendwie in einem traditionellen und unwirklichen Rollenverständnis auf verschiedensten Ebenen wieder.</p>
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		<title>Impressionen zur Regenzeit</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 14:15:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namibia]]></category>
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		<description><![CDATA[

Ganz so meinten es die Besitzer bei der Namensgebung wohl nicht!



Während dem die Einen ihren Wohnsitz und ihre Geschäfte schnell aufgeben, entwickeln Andere viel Fantasie und Arbeitswille um ihrer Arbeit dennoch nachgehen zu können. 



Die schönen und vergnüglichen Seiten des Hochwassers lassen sich nun überall an den Ufern entdecken: Männer, Frauen und Kinder üben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div align="center"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o1_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o1_k.jpg" class="inline border" /></a></div>

<p>Ganz so meinten es die Besitzer bei der Namensgebung wohl nicht!</p>

<div align="center"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o2_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o2_k.jpg" class="inline border" /></a></div>

<p>Während dem die Einen ihren Wohnsitz und ihre Geschäfte schnell aufgeben, entwickeln Andere viel Fantasie und Arbeitswille um ihrer Arbeit dennoch nachgehen zu können. </p>

<div align="center"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o3_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o3_k.jpg" class="inline border" /></a></div>

<p>Die schönen und vergnüglichen Seiten des Hochwassers lassen sich nun überall an den Ufern entdecken: Männer, Frauen und Kinder üben sich im fischen mit Netzen und Ruten. Es herrscht ein buntes Treiben wie auf einem Markt, für die hiesige Region eher ungewöhnlich. Bereits nach kurzer Zeit können die Meisten Fischer ihre ertragsreiche Beute nach Hause bringen und sich so für die nächsten Tagen die Fische als Ergänzung zum Mahangu gönnen. Die übrig gebliebenen Fische werden getrocknet und gelagert. </p>

<div align="center"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o4_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o4_k.jpg" class="inline border" /></a></div>

<p>Nicht etwa ein vergessenes Überbleibsel, dass mit den Jahren von der Natur eingenommen wurde. Sondern ein Strassenarbeiter, der entweder seine Maschine überschätzte oder die Natur unterschätzte. Auf jeden Fall war die Strasse für längere Zeit nicht passierbar und ein Umweg durch Felder musste in Angriff genommen werden bis die Maschine wieder die Hindernisse beiseite räumen konnte und nicht selbst eines darstellte. </p>

<div align="center"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o5_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o5_k.jpg" class="inline border" /></a></div>

<p>Eine Brücke in unserer Nähe hält die Strassenarbeiter ganz schön in Schach. Bereits mehrmals wurde die kritische Stelle mit Sand aufgefüllt, aber immer wieder war das Wasser stärker und schwemmte all die mühselige Arbeit innerhalb weniger Stunden wieder weg. Bis die Arbeiter letzte Woche genug hatten und über das Wasser siegen wollten. 
Bis jetzt hat sich der Aufmarsch all dieser Lastwagen gelohnt, die Strasse ist immer noch befahrbar.</p>

<div align="center"><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o6_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/h2o6_k.jpg" class="inline border" /></a></div>

<p>Erstmals seit 1976 führt die Etoschapfanne wieder Wasser. Ein Naturspektakel für die Tiere, wie auch für die Menschen. </p>
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		<title>Ausnahmezustand wegen Hochwasser</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 17:06:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[Ohne Kategorie]]></category>
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		<description><![CDATA[Auszüge aus der &#8220;Allgemeine Zeitung&#8221; vom 28. März 08


  «Nach Regierungsangaben sind derzeit rund 60000 Menschen von dem Hochwasser betroffen, tausende von ihnen wurden bereits umgesiedelt. Schulen, Kliniken und etliche Häuser sind in vier Regionen, für die von Präsident Pohamba vor drei Wochen der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, vom Wasser eingeschlossen. [..] Nach Angaben der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auszüge aus der &#8220;Allgemeine Zeitung&#8221; vom 28. März 08</p>

<blockquote>
  <p>«<strong>N</strong>ach Regierungsangaben sind derzeit rund 60000 Menschen von dem Hochwasser betroffen, tausende von ihnen wurden bereits umgesiedelt. Schulen, Kliniken und etliche Häuser sind in vier Regionen, für die von Präsident Pohamba vor drei Wochen der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, vom Wasser eingeschlossen. [..] Nach Angaben der Zweigstelle des Gesundheitsministeriums in der Oshana Region habe man derzeit rund 450 Cholera Fälle registriert, bislang seien zwei Menschen an der Krankheit gestorben.»</p>
</blockquote>

<p>In unserer Umgebung halten sich die Auswirkungen des Hochwassers immer noch in Grenzen. Nur vereinzelt mussten Leute evakuiert werden und einige Strassen sind weder befahrbar noch begehbar. Doch bereits wenn wir durch Oshakati und Ongwediva fahren, können wir die überschwemmten Wohngebiete sehen, Brücken, die den starken Wassermassen kaum noch stand halten können und Menschen, die ihre Häuser verlassen und ein trockenes Zuhause auf Zeit suchen. Doch in diesen Städten können wir nur einen kleinen Teil der Auswirkungen sehen, den das schlimme Hochwasser befindet sich weiter nördlich.
Wir staunen wie schnell die Regierung reagiert hat; Hilfsflüge für Menschen und Tiere werden organisiert, Nahrung  verteilt, Notunterkünfte für all die Evakuierten organisiert und bereit stellt und immer wieder Strassen und Brücken ausbessert. Erst jetzt nach über zwei Monaten haben auch ausländische Organisationen ihre Hilfe zugesprochen. Wir hoffen, das sich die Cholera, wie auch weitere Krankheiten nicht noch weiter ausbreiten und möglichst schnell nun für all die Betroffenen wieder etwas Alltag einkehren kann. </p>
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		<title>Schlange, Strom, Gas und Wasser: Ein Wochenrückblick</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 17:44:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mirjam</dc:creator>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[Ovambo]]></category>
		<category><![CDATA[Wir drei]]></category>

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		<description><![CDATA[Dienstag: Kurz nach dem Frühstück herrschte plötzlich emsiges Treiben in unserem Garten. Auf unsere Frage hin, er fuhren wir, dass auf der gegenüberliegenden Seite unseres Gartenzaunes Schlangenspuren im Sand entdeckt worden sind. Die Spuren liessen auf eine grössere Schlange schliessen und endeten in unserem Garten. So durchstöberten mehrere Schulangestellten und Schaulustige während dem ganzen Morgen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Dienstag:</em> Kurz nach dem Frühstück herrschte plötzlich emsiges Treiben in unserem Garten. Auf unsere Frage hin, er fuhren wir, dass auf der gegenüberliegenden Seite unseres Gartenzaunes Schlangenspuren im Sand entdeckt worden sind. Die Spuren liessen auf eine grössere Schlange schliessen und endeten in unserem Garten. So durchstöberten mehrere Schulangestellten und Schaulustige während dem ganzen Morgen unseren Garten, insbesondere die Guavenbäumen &#8211; doch die Schlange liess sich bis heute nicht blicken.
Aber nach wie vor bewegen wir uns nur vorsichtig und mit grosser Wachsamkeit im Garten. </p>

<p><em>Mittwoch:</em> Als wir nach einem Grosseinkauf unsere Lebensmittel im Kühlschrank unterbringen wollten, stellten wir fest, dass die Temperatur nicht viel kälter als draussen war. Der Strom war weg.
Nach einigen Erkundigungen erfuhren wir, dass der Stromausfall nur auf dem Schulgelände war und nicht wie normalerweise in der ganzen Region. Ob dies Schlechtes oder Gutes bedeutete wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Als der Strom auch gegen Abend noch nicht zurückgekommen war, besorgten wir uns Eis um wenigstens das Fleisch im Tiefkühlfach weiterhin kühlen zu können.</p>

<p>Während dem Zubereiten und Kochen des Abendessens löschte plötzlich die Gasflamme auf dem Herd aus. Die Gasflasche war leer und weit und breit keine Ersatzflasche aufzutreiben. Somit mussten wir bei Kerzenlicht kalte Speisen verzehren. </p>

<p><em>Donnerstag:</em> Die Elektriker tauchten auf und versuchten dem Stromausfall auf den Grund zu kommen. Was gar nicht so einfach schien. Doch im späteren Nachmittag flackerte die Glühbirne um kurz darauf voll zu erhellen. Der Strom war wieder da. </p>

<p>Nach einigen Abklärungen kriegten wir auch die Erlaubnis bei der Regierungswerkstatt eine Gasflasche gratis abholen zu können. Da die Werkstatt aber im 90 km entfernten Ondangwa liegt, musste zuerst das Tagesprogramm angepasst werden um losfahren zu können. Doch pünktlich zum Abendessen war die volle Gasflasche montiert. </p>

<p><em>Freitag:</em> Nach einigen heftigen Gewittern ging der Strom erneut weg. Dieses Mal in der ganzen Region, dies bedeutete in Kürze auch kein fliessendes Wasser mehr im Haus, denn die Tanks konnten ohne Strom nicht mehr aufgefüllt  werden. 
Gegen Abend als wir uns auf einen gemütlichen stillen Abend mit Kerzenschein einrichteten, erstrahlten plötzlich wieder alle Lampen, die Radiomeldungen waren hörbar und der Fernseher der Schule übertönte sogar die Schüler.</p>

<p>Doch das Wasser liess noch auf sich warten. </p>

<p><em>Samstag:</em> Nachdem es die ganze Nacht hindurch geregnet hatte, wurde es für einige Häuser und Strassen immer prekärer. Die weggeschwemmte Brücke unserer Zufahrtsstrasse wurde zwar bereits provisorisch repariert, doch bereits hatte das Wasser in der Mitte der Strasse wieder ein Loch ausgespült. Der Wasserspiegel stieg bedenklich und schwappte bereits etwas auf die Strasse. So erschienen Lastwagen um Lastwagen um eine Sandmauer gegen die Fluten zu errichten. Bis jetzt hält die provisorische Schutzmauer noch stand, doch wie lange noch?</p>

<p>Immerhin kehrte im Verlauf des Tages das fliessende Wasser im Haus wieder zurück.</p>

<p>Man könnte meinen dies sei für eine Weile genug. Doch die Frage bleibt: Was kommt als nächstes?</p>
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		<title>Mathematiklehrer unter sich</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2008 14:25:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Namibia]]></category>
		<category><![CDATA[Ovambo]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich würde man von Mathematiklehrern keine schlampigen Berechnungen erwarten, aber vorletzte Woche erfuhr ich etwas anderes. Ich plante für dieses Jahr einen Workshop möglichst früh im Jahr anzubieten, damit Informationen über grundsätzliche Dinge und Änderungen im Erziehungswesen möglichst früh unter den Lehrkräften gestreut werden könnten. Zuerst dachte ich nur an Elim Circuit, der Mathematik Weiterbildner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich würde man von Mathematiklehrern keine schlampigen Berechnungen erwarten, aber vorletzte Woche erfuhr ich etwas anderes. Ich plante für dieses Jahr einen Workshop möglichst früh im Jahr anzubieten, damit Informationen über grundsätzliche Dinge und Änderungen im Erziehungswesen möglichst früh unter den Lehrkräften gestreut werden könnten. Zuerst dachte ich nur an Elim Circuit, der Mathematik Weiterbildner für die Omusati Region fragte mich aber an, zusammen mit ihm einen regionalen Workshop in Oshakati mit den gleichen Zielen zu planen. Inhaltlich hatten wir einiges zu bieten und ich freute mich. Ich würde diese Gelegenheit gerade auch nutzen können, um vorzuzeigen, wie man mit einfachen Mitteln eine Wandtafel mit Gittermuster speziell für den Mathematikunterricht herstellen kann. Etwa einen Monat vor Beginn des Workshops, teilte mir S.Gervasius mit, dass wir nach Ruacana ausweichen müssten, also gerade ans andere Ende der Omusati Region, in die Berge.
Die gemeinsame Vorbereitungen zu den Inhalten verlief erstaunlich gut, die Organisation der Unterkunft und des Essens überliess ich ihm, da er die nötigen Kontakte hatte und den Dienstweg kannte. Er konnte mir zwar nie die Nummer der Schulen in der Region nennen, aber irgendwie würde das schon klappen. Als er von 250 Lehrkräften sprach, fand ich das zwar schon etwas hoch und schlug 150 vor, aber man würde dann sehen.</p>

<p><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/talentshow_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/talentshow_k.jpg" class="inline left border" /></a>
Als wir in Ruacana ankamen, fingen die Probleme an. Ruacana besteht aus einer Schule, Unterkünften für die Angestellten des nahegelegenen Wasserkraftwerks und einigen Privathäusern. S.Gervasius erklärte  mir, dass unser Tagungsort Platz für 70 Personen biete, die Zahl die er erwarte. Hmm. Von 250 Lehrkräften über 150 zu 70, ob das gut kommt? Später fand ich heraus, dass der Tagungsort Platz bietet für 30 Personen, doch etwas weniger als erwartet. Das nahegelegene Gästehaus bot Platz für die gleiche Zahl. Als immer noch mehr Lehrkräfte in Ruacana eintrafen, wurde es langsam eng, und aus 30 Betten wurden plötzlich 60, als nämlich die Lehrkräfte gezwungenermassen ihre Betten teilten. Am nächsten Morgen beim Frühstück erfuhr ich, dass auch das Essen nur für 70 Personen bestellt war. Dies bedeutete. dass die Hälfte der anwesenden Lehrkräfte hungrig in den Tag starten mussten.</p>

<p>Während eines feurigen Vortrags von S. Gervasius entdeckte ich eine von ihm erstellte Rangliste aller eingeladenen Schulen in der Region, es waren über 110. Zahlen sind nicht jedermanns Sache: Dass diese Zahl Grundlage bieten könnte für die Planung der Unterkunft, des Essens und der Kopien sein könnte ist ausgeschlossen, schliesslich ist es eine Rangliste und nicht eine Adressliste&#8230; Klassischer Fall von Tunnelblick oder Scheuklappen. Na ja, der Workshop fand statt, einige wenige Lehrkräfte gaben auf, die restlichen waren erstaunlich gut dabei.</p>

<p>Inhaltlich war es trotzdem ein Erfolg und für mich eine tolle Erfahrung, vor so vielen Leuten zu sprechen und dafür zu sorgen, dass alle Informationen an den Mann oder die Frau kamen.</p>
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		<title>So schnell geht`s</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 19:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mirjam</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ovambo]]></category>
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		<description><![CDATA[Noch vor drei Wochen stöhnten alle über die herrschende Hitze und Trockenzeit. Die Tiere legten weite Strecken zurück um etwas verdorrtes Gras zu finden und etwas Wasser, einige starben bereits einen langsamen Tod. Die Ovambos mussten alle ihre Familienmitglieder nach der Weihnachtszeit wieder zurück in die Stadt abreisen sehen ohne dass die Saat im Boden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/regen1_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/regen1_k.jpg" class="inline left border" /></a><a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/regen2_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/regen2_k.jpg" class="inline left border" /></a>Noch vor drei Wochen stöhnten alle über die herrschende Hitze und Trockenzeit. Die Tiere legten weite Strecken zurück um etwas verdorrtes Gras zu finden und etwas Wasser, einige starben bereits einen langsamen Tod. Die Ovambos mussten alle ihre Familienmitglieder nach der Weihnachtszeit wieder zurück in die Stadt abreisen sehen ohne dass die Saat im Boden war. Dies bedeutet für die Zurückgebliebenen viel mehr Arbeit, sobald der Regen dann eintrifft und wer mag das schon. 
Die Regierung beschloss Ende Januar zu entscheiden ob es ein Dürrejahr ist. Dies würde Entschädigung für die gestorbenen Tiere bedeuten, wie auch Verteilung von Nahrungsmittel. Doch soweit kam es nicht.
<a rel="lightbox" href="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/regen3_g.jpg"><img src="http://namibia.mycvs.org/wp/wp-content/uploads/regen3_k.jpg" class="inline right border" /></a>Vor zwei Wochen rauschte es in den Bäumen und die ersten Regentropfen fielen auf das Blechdach. Und tatsächlich, der Regen hielt an und es regnete beinahe ununterbrochen.</p>

<p>Schon bald hörten wir die ersten Ausrufe, es solle endlich wieder aufhören damit, denn die Saat verfaule. Wir lächelten, ach, es ist doch überall auf der Welt dasselbe: Mit dem Wetter ist man nie zufrieden.</p>

<p>Doch bereits einige Tage später suchten auch wir erwartungsvoll die ersten Sonnenstrahlen und hofften, die Regenwolken mögen endlich verschwinden. Die ersten Familien mussten samt Hab und Gut evakuiert werden, die Strassen bestanden mehrheitlich aus Schlaglöchern und das Befahren war eine Zumutung und eines Nachts riss das Wasser eine Brücke mit sich, so dass unser Weg nach Oshakati abgeschnitten war und wir einen Umweg in Kauf nehmen mussten. In Oshakati selbst tauchten Krokodile auf, die es von den grossen Flüssen bis in die Nähe der Stadt geschwemmt hatte.</p>

<p>Heute endlich, die ersten Sonnenstrahlen. 
Für wie lange werden wir wohl über die Hitze glücklich sein bevor wir wieder darüber stöhnen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>40°C im Schatten</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2007 18:32:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mirjam</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ovambo]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Tagen zogen dicke schwere Wolken am Himmel auf und alle hofften auf erfrischenden Regen. Doch der blieb bis jetzt aus, dafür schliessen die Wolken wie eine Decke die Erde ab und die Temperaturen steigen und steigen. Tagsüber bewegen wir uns wie halbtote Fliegen und machen nur das Nötigste, was leider immer noch relativ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen zogen dicke schwere Wolken am Himmel auf und alle hofften auf erfrischenden Regen. Doch der blieb bis jetzt aus, dafür schliessen die Wolken wie eine Decke die Erde ab und die Temperaturen steigen und steigen. Tagsüber bewegen wir uns wie halbtote Fliegen und machen nur das Nötigste, was leider immer noch relativ viel ist. Doch mit kalten Getränken und kurzen erfrischenden Duschen zwischendurch sind die Tage einigermassen auszuhalten. 
Am schwierigsten sind die Nächte: der Schweiss rinnt überall runter beim blossen im Bett liegen und an Schlaf ist bis Mitternacht nicht zu denken. Nach einem kurzen unruhigen Schlaf erwachen wir meistens bereits wieder früh, denn schon die ersten Sonnenstrahlen ab fünf Uhr erhitzen die Luft dermassen, dass uns wiederum nur die Flucht unter die Dusche bleibt. 
Heute kletterte das Thermometer auf 40°Grad im Schatten und als vorhin aus Nathans Kassettenrecorder ein Lied von Peter Reber lief, musste ich gerade schmunzeln: wir sind nicht die einzigen die unter der Hitze leiden.</p>

<p>Hier ein Auszug aus dem Lied &#8220;Reisefieber&#8221; von Peter Reber:</p>

<blockquote>
  <p>&#8220;du hesch 40° Grad am Schatte
  dr Mage tuet wie lätz
  du tröimsch vo Bärge u Matte
  u vor guete alte Schwyz</p>
  
  <p>ja du chasch fasch nüme schlafe
  dr Puls geit nüm normal
  u scho gar nüm richtig schaffe
  bisch e ganz e schwäre Fall.&#8221; </p>
</blockquote>
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		<title>Freud und Leid&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 20:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mirjam</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ovambo]]></category>
		<category><![CDATA[Wir drei]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; sind nah beieinander. 
Der Regen prasselte endlich in voller Lautstärke auf unser Blechdach, so dass an Schlafen nicht zu denken war. Doch die Freude über den Regen vermag den Ärger über den Lärm überdecken und so beobachteten wir staunend  das Gewitter. Ein Blitz nach dem anderen jagte über den Himmel, der Wind peitschte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sind nah beieinander. 
Der Regen prasselte endlich in voller Lautstärke auf unser Blechdach, so dass an Schlafen nicht zu denken war. Doch die Freude über den Regen vermag den Ärger über den Lärm überdecken und so beobachteten wir staunend  das Gewitter. Ein Blitz nach dem anderen jagte über den Himmel, der Wind peitschte in die Bäume und der Regen goss in vollen Strömen und füllte bereits nach kurzer Zeit die Oshanas und auch in unserem Garten wuchsen die Pfützen. Nach einigen Stunden zog das Gewitter vorüber und wir konnten doch noch etwas Schlaf finden.<br />
Am nächsten Morgen besuchten wir unsere Nachbarin. Bereits auf dem Weg stutzte ich beim offenen Ziegenstall: einige der Ziegen lagen tot auf dem Boden und die Jungtiere blökten kläglich und stupsten ihre leblose Mutter mit der Nase an. Nun bemerkte ich auch die Menschenansammlung vor dem Homestead. Beim Näherkommen sah ich nun, dass die meisten mit Metzgen beschäftigt waren. An allen erdenklichen Stellen waren tote Ziegen aufgehängt und wurden von den Familienmitgliedern, Freunden und Bekannten fachmännisch auseinander geschnitten. Als ich dann Evindina, Nathans Nanny, gefunden hatte, erfuhr ich dann was zum Unglück geführt hatte. Eine Schülerin hatte bei ihrem Ziegenstall die Türe nicht richtig geschlossen und so probierten alle Ziegen aus Furcht in ein kleines überdachtes Abteil zu flüchten. Dies führte zu einer Massenpanik, da es einfach zu viele Ziegen waren und so wurden 28 Ziegen zu Tode getrampelt oder erstickten in der Menge. Die Familie verlor innerhalb einer Nacht die Hälfte ihrer Ziegenherde, dies ist ein herber Verlust. Aber gleichzeitig war auch die Freude über den Regen fühlbar. Und nach dem ersten Schock freuten sich alle auf das Fleisch und so strömten während dem ganzen Tag Nachbarn, Freunde, Schüler und Lehrer vorbei um die betroffene Familie beim Metzgen zu unterstützen, aber in erster Linie um billiges Fleisch mit nach Hause zu nehmen.<br />
Auch wir erhielten zwei Hinterbeine einer Ziege. Doch ganz so fachmännisch bei der Zubereitung ging es bei uns nicht zu und her. </p>

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		<title>Ein trockener und stinkender Empfang</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Sep 2007 19:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>andreas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ovambo]]></category>
		<category><![CDATA[Wir drei]]></category>

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		<description><![CDATA[Bereits auf der Heimreise von Windhoek nach Elim erhielten wir ein SMS, dass zu Hause wieder mal kein Wasser aus den Hähnen fliesst. Somit war der Traum einer erholsamen, erfrischenden Dusche bereits ausgeträumt. Kurz darauf folgte ein weiteres SMS, der Strom sei jetzt auch weg. Tja, unsere Freude nach Hause zu kommen wurde stark eingeschränkt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bereits auf der Heimreise von Windhoek nach Elim erhielten wir ein SMS, dass zu Hause wieder mal kein Wasser aus den Hähnen fliesst. Somit war der Traum einer erholsamen, erfrischenden Dusche bereits ausgeträumt. Kurz darauf folgte ein weiteres SMS, der Strom sei jetzt auch weg. Tja, unsere Freude nach Hause zu kommen wurde stark eingeschränkt. Aber nichts desto trotzt, wir freuten uns alle wieder nach Hause zu kommen. 
In der Abenddämmerung näherten wir uns Elim und entdeckten zu unserer grossen Freude Lichter aus den Fenstern. Und endlich zu Hause angekommen, sprudelte sogar Wasser aus den Hähnen, zwar noch nicht genügend für eine Dusche, aber immerhin. 
Während den folgenden paar Tage spielte das Wasser Katze und Maus mit uns. Zwischendurch hatten wir wunderbaren Wasserdruck, kurz darauf tropfte es nur noch aus den Hähnen und schliesslich blieb es ganz aus. Natürlich an einem Freitag, was bedeutet, dass es das ganze Wochenende so bleiben würde. </p>

<p>Am Sonntag Morgen weckte uns ein bestialischer Gestank, der uneingeladen zu unserem Schlafzimmerfenster hinein strömte. Nach einer kurzen Entdeckungsreise fanden wir die Ursache. Ein Abwasserschacht quellte förmlich über und die Brühe breitete sich in der Nähe unseres Gartens aus. Den ganzen Montag über hofften wir darauf, dass Arbeiter erscheinen würden und den Abwasserschacht abpumpen und das Problem beheben. Doch wir warteten vergebens. So sprach Andreas am Dienstag den Schulleiter darauf an und erfuhr, dass der Lastwagen kaputt ist, der diese Brühe abpumpen könnte&#8230;
Am nächsten Tag teilte uns ein Lehrer mit, er habe nun bereits begonnen Briefe zu schreiben, damit dieses Problem behoben werden könne. Andreas und ich blickten uns erstaunt an. Ausgerechnet bei einem so akuten Problem wird ein Brief geschrieben! Ansonsten ist Schreiben und Lesen nicht  besonders verankert in der Kultur und wir wünschten uns häufig es würde mehr gepflegt. 
Also warten wir jetzt darauf bis der Brief geschrieben ist, jemand in die Stadt fährt um ihn in den Briefkasten zu werfen, bis der Brief bei der zuständigen Staatsstelle angekommen ist, dieser Brief  bei den zuständigen Arbeiter angekommen ist und bis der Auftrag ausgeführt wird. Bis es soweit ist werden wir uns wohl bereits an den übel riechenden Gestank gewöhnt haben. </p>

<p>Dafür ist in der Zwischenzeit der Wasserdruck wieder angestiegen, so dass wir jetzt sogar wieder eine Dusche geniessen können. Nach einigen Tagen des Wartens auf das Wasser, telefonierte Andreas mit dem zuständigen Arbeiter bei NamWater und siehe da &#8211; er wusste noch nichts von den Problemen. Vier Stunden nach dem Telefonanruf sprudelte das Wasser bereits wieder aus den Hähnen. </p>

<p>Die Frage ist nun: Müssen wir unsere Leidensbereitschaft erhöhen oder sollten die Namibier lernen schneller zum Telefon zu greifen? </p>
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