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Endlich in Cape Town

Nach mehreren Tagen unterwegs im Mietauto auf der Garden Route kamen wir schliesslich Ende November in Muizenberg an, einem Vorort von Cape Town. Früher war Muizenberg Wochenenddestination der reichen Kapstädter, hat mittlerweile jedoch an Glanz verloren und geniesst heute vor allem den Ruf als Surfer Paradies mit endlos weissen Stränden. Wir wählten Muizenberg weil es uns am einfachsten erlaubte Prüfungsvorbereitung und Familienurlaub unter einen Hut zu bringen. Das Stadtzentrum ist in 40 Minuten mit dem Zug erreichbar, tagsüber sind die Verbindungen gut und die Strände und Einkaufsmöglichkeiten sind alle zu Fuss erreichbar. Unsere Entscheidung kam uns nun umso mehr entgegen, da wir unfreiwillig auf das Auto verzichten mussten.

Am Vormittag und frühen Nachmittag war ich mit Englisch beschäftigt und danach schloss ich mich Mirjam und den beiden Buben am Strand an. Oder so dachten wir zumindest. Leider vermasselte starker Wind und das Auftauchen eines Hais mehrere Male einen gemütlichen Tag am Strand. Zusätzlich erschwerend war, dass wir uns alle früher oder später erkälteten, da das Wetter um diese Jahreszeit sehr wechselhaft sein kann.

Deshalb wichen wir auf Ausflüge in die Umgebung aus, besuchten die Pinguine in Simons Town, das Aquarium an der V&A Waterfront in Cape Town, wie auch weitere familienfreundliche Destinationen. Das Aquarium ist beeindruckend, dies zum einen wegen der Vielfalt an Meerestieren die es zu sehen gibt, wie auch an der Qualität der Ausstellung im Allgemeinen. Nathan und Timon waren ganz entzückt von der Tierwelt im Wasser. Wir durften sogar eine Seeanemone berühren und zuschauen, wie sie ihre Tentakel einzieht. Wir Erwachsene lernten etwas über das gefährlichste Raubtier der Welt, uns Menschen. Jedes Jahr werden über hundert Millionen (!) Haifische vom Mensch getötet. Hingegen fallen weniger als zehn Menschen pro Jahr einem Haifisch zum Opfer (auch Toaster, Stühle und Flugdrachen sind übrigens weit gefährlicher).

Natürlich konnten wir auch den Verlockungen der vielen Shoppingmalls nicht widerstehen und nun sind wir stolze Besitzer von einigen wunderschönen Souvenirs. Da uns viel von unserem Hab und Gut gestohlen wurde, konnten wir nun wieder nach Lust und Laune Gepäck anhäufen, bis die obere Gepäcklimite der Fluggesellschaft und das untere Ende des Kontostandes erreicht waren.

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