Kgalagadi Transfontier Park
Der Kgalagadi Transrontier Park umschliesst ein Gebiet in Südafrika und Botswana und grenzt direkt an Namibia an. Ursprünglich waren es zwei verschiedene Parks, doch vor einigen Jahren wurden die beiden Parks zusammengeschlossen um den Tieren einen grösseren und natürlicheren Lebensraum bieten zu können.
Während der Reiseplanung fanden wir es eine gute Idee noch einen weiteren Park zu erkunden, jetzt unterwegs waren wir uns nicht mehr so sicher. Im Etosha Nationalpark sahen wir wieder so viele Tiere, dass wir befürchteten nun eine Enttäuschung zu erleben.
Der Grenzübergang in Mata Mata klappte ganz gut und so befanden wir uns nun für einige Tage sozusagen im Niemandsland, da wir zwar aus Namibia ausgereist waren, aber noch in kein weiteres Land eingereist sind. Innerhalb des Parks wird überall darauf hingewiesen, dass Luft aus den Pneus gelassen werden sollte um die Umwelt und die Strassen zu schonen. Bei unserem ersten Ausflug stellten wir jedoch fest, dass es weniger um die Umwelt geht, viel mehr um die Fahrqualität für die Besucher. Die Strassen sind in einem schlechten Zustand und der Wellblechbelag hört nie auf, er wechselt höchstens zwischen schwach und stark gewellt. Zum Glück entdeckten wir bereits bei unserem ersten Rundgang durch den Park so viele Tiere, dass wir den Zustand der Strasse beinahe vergassen. Doch für die weiteren Parkbesuche liessen wir auf jeden Fall Luft ab und der Komfort nahm sofort zu.
Nun aber zu den Tieren: Zwischen den hohen Grashalmen entdeckten wir plötzlich grosse Ohren und beim genaueren hinsehen konnten wir vier Löffelohrenhunde ausmachen, die vergnügt am spielen und jagen waren. An einem Wasserloch faulenzten zwei Löwen, auf dem Rücken liegend streckten sie die Beine in die Höhe. Das Männchen hatte eine eindrückliche Mähne, im Vergleich zum Fell etwas dunkler und vorne über der Stirn sah es aus, wie wenn jemand mit der Schere ungekonnt die Haare zureckt gestutzt hatte. Etwas später präsentierten sich drei weitere Löwen, der Wind zerzauste ihre Mähnen und als der Regen einsetzte, verzogen sie sich missmutig im Gebüsch. In einem grossen Baum erspähten wir eine grosse Eule, die uns einäugig kurz musterte um bald darauf wieder einzuschlafen. Am folgenden Tag sassen 3 Eulen im Baum und wir konnten uns vom Anblick kaum lösen. In vielen weiteren Bäumen beschützten Geier ihre Brut, warteten auf Beute oder zogen ihre Kreise gegen den Himmel. Auch Adler entdeckten wir häufig und ihre Grösse und Eleganz beeindruckte uns immer wieder. Während unserem letzten Rundgang durch den Park wurden wir richtiggehend verwöhnt mit seltenen Tieren. Plötzlich kroch eine Cape Kobra vor unserem Auto über die Strasse und trotz dem ersten Schreck konnten wir sie lange beobachten. Etwas später entdeckten wir eine Puffotter am Strassenrand, nach längerer Pause verzog sie sich in einem nahe liegenden Strauch und die dort hausenden Vögel flogen aufgeregt piepsend drum herum. Und zu guter Letzt präsentierte sich uns noch ein Erdmännchen, die Suricate. Vorne auf der Klippe stand der Wächter aufrecht in Postur und überblickte die Weite in Erwartung einer Gefahr. Leider entdeckten wir seine Familie nicht, doch schon nur der Anblick einer Suricate ist uns unvergesslich.
Der Kgalagadi Transfontier Park hat uns wirklich verwöhnt und steht überhaupt nicht im Schatten des Etosha Nationalpark. Wir haben den Abstecher in vollen Zügen genossen und wenn Nathan nicht in seinem Kinderparkbuch alle Tiere vermerkt hätte, könnte ich wohl gar nicht mehr alle aufzählen. All die Zebras, Gnus, Springböcke und Giraffen habe ich nämlich noch nicht mal erwähnt.
Doch am meisten beeindruckt hat uns sicherlich die Suricate und speziell Nathan erwähnt die Erdmännchen noch häufig und hat neuerdings eine ganze Familie mit bei uns im Auto. Zum Glück sind Nathans Suricates sehr pflegeleicht, kriegen aber schnell und viel Nachwuchs. Wenn das nur gut geht!
Februar 7th, 2010 at 14:54
Guten Tag!
In einem neueren Polyglott-Führer lesen wir, daß man, von Namibien kommend, am MataMata-Grenzübergang nur eingelassen wird, wenn man “eine Buchung für mindestens 2 Tage im Schutzgebiet vorweisen kann”. Können Sie das bestätigen? Vielen Dank
Februar 7th, 2010 at 20:09
Dies ist korrekt: Um bei Mata-Mata von Namibia über die Grenze gehen zu können, muss man mindestens 2 Nächte im Park übernachten. Unsere Buchungen wurden beim Eintritt in den Park überprüft.
März 29th, 2010 at 4:41
[...] … Wilhelm an den St¤mmen der Herero und der Namaqua im heutigen Namibien begangen hat. …namibia tagebuch Kgalagadi Transfontier ParkGeburtstag auf der Dne. Wildpferde Kgalagadi Transfontier Park. Der Kgalagadi … Fhrer lesen wir, [...]