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Cheetah Conservation Fund

(Mirjam) Zum Abschluss unserer Ferien beschlossen wir eine Gepardenfarm zu besuchen. Bis jetzt hatten wir uns erfolgreich dagegen gewehrt eine Farm zu besuchen, die Wildkatzen in Gehegen hält und diese füttert, da wir die Tiere lieber in der freien Natur beobachten. Nach mehreren Internetsuchen stiessen wir auf den “Cheetah Conservation Fund” in der Nähe von Otjiwarongo. Dies ist eine inzwischen internationale Organisation, die sich dem Schutz und der Erhaltung der Geparden angenommen hat. 20% der Gepardenpopulation in der Welt lebt in Namibia und von diesen 95% auf Farmland. Die Farmer dürfen Geparden, wie auch andere Wildkatzen schiessen oder fangen, sobald diese gefährlich für die Nutztiere werden. Dies geschieht relativ häufig und so werden viele Geparden Opfer der Farmer. Daher hat sich der “Cheetah Conservation Fund” die Aufklärung der Farmer im Umgang mit den Geparden und die Aufnahme von verletzten oder verwaisten Tieren zur Aufgabe gemacht.

Wie nahe dürfen wir gehen?

In der Klinik vor Ort werden die geretteten Tiere gesund gepflegt, untersucht und mit Sendern ausgerüstet. Falls es die Umstände zulassen, wird der Gepard möglichst schnell wieder in die Wildnis entlassen, wenn möglich auf dem ihm bekannten Gelände, ansonsten an einem verhältnismässig sicheren Ort, wie zum Beispiel dem Etoscha Nationalpark. Ist eine Aussetzung jedoch auf Grund der Verletzungen nicht möglich, werden die Geparden im angeschlossenen Farmland oder Gehege untergebracht. Auch die verwaisten Gepardenbabys müssen dort verweilen, denn bis jetzt ist es noch niemandem gelungen, diesen in der Gefangenschaft das jagen beizubringen. Bei unserem Besuch auf dem Gelände befand sich leider kein Gepard in der Klinik, doch sieben der Tiere leben in angrenzenden Umzäunungen und wir durften sie eine ganze Weile beobachten. Die Nackenhaare gestellt und fauchend näherten sich einige der Geparden und musterten uns, insbesondere die Kinder aufmerksam. Plötzlich kontrollierten wir den Zaun, ob auch ja kein Loch zu sehen war. Es war keines zu entdecken und auch die Stabilität des Zaunes überzeugte uns und so konnten wir nun ruhiger die Wildkatzen beobachten. Ein wunderschönes elegantes Tier, dass uns auch in der Gefangenschaft noch würdevoll erschien. Eine ganze Weile zogen uns die Geparden in ihren Bann und wir konnten uns kaum von Ihnen lösen.

Ein wunderschönes Tier…

Zur Institution gehört auch ein Museum über die Geschichte und Lebensweise der Geparden, wie auch über einen rücksichtsvollen Umgang mit ihnen. Mit vielen interaktiven Spielen war es auch für unsere Kinder spannend und spielerisch erfuhren wir viel Neues. Draussen lädt auch ein Spielplatz zum spielen ein und jedes der Spielgeräte stellt eine Eigenschaft der Geparden dar. Noch heute tauschen wir das Erfahrene und Erlebte aus und staunen immer wieder. So versucht zum Beispiel Nathan immer noch auf die gleiche Sprungweite wie ein Gepard zu kommen, doch 7m sind eine beinahe unüberwindbare Weite.

Damit die Organisation den Farmern auch eine Unterstützung im Umgang mit den Geparden sein kann, züchten sie Hirtenhunde und bilden diese aus. Die trainierten Hunde werden gratis an die Farmer abgegeben, damit diese in Zukunft auf die Nutztiere acht geben können und den Geparden keine Angriffsmöglichkeit mehr lassen. Dadurch werden nicht nur die Farmtiere geschützt, sondern auch die Geparden. Bei unserem Besuch waren die meisten Hunde bereits draussen mit den Ziegen am Arbeiten. Einige befanden sich jedoch mit Muttertieren und ihren Zicklein noch auf dem Gelände. Eines der Welpen schlossen wir sofort ins Herz und am liebsten hätten wir es mitgenommen. Doch da wir zum Glück keine Geparden bei uns in der Nähe haben und auch keine Ziegen unser Eigen nennen können, wäre der Hund arbeitslos geworden und so wünschten wir ihm nur eine erfolgreiche Karriere als Hirtenhund.

…solange es nicht aus einem Blechnapf essen muss

Als Abschluss und gleichzeitig als Höhepunkt warteten wir noch die Fütterung der Tiere ab. Doch wir wurden schwer enttäuscht. Die Geparden wurden in kleine Käfige geführt und ihnen wurde dort ein Blechnapf mit 2kg Eselsfleisch vorgesetzt. Dieses Bild war den Tieren so unwürdig, dass wir uns entfernten und die anderen Geparden in den grossen Gehegen nochmals besuchten um die Geparden stolz und wunderschön in Erinnerung zu behalten.

One Response to “Cheetah Conservation Fund”

  1. 1
    Katze:

    Tolle Bilder dieser wunderschönen Tiere!

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