Ein Nashorn geht baden
Bei unserer nächsten Station, dem Onguma Camp in der Nähe der Etoscha erfuhren wir eine etwas ungewöhnliche Tiergeschichte: Die Lodge liegt inmitten eines grossen Geländes mit verschiedensten Wildtieren, darunter auch Nashörner. Da wir bereits seit längerer Zeit kein Nashorn mehr zu Gesicht bekamen, erkundigten wir uns beim Personal, wann den die beste Zeit sei um ein Nashorn zu beobachten. Die Angestellte teilte uns mit, dass dies leider nur auf einer gebuchten Safari möglich sei, denn die Nashörner befinden sich in einem separaten Gehege. Zu Beginn des Lodgebetriebes lebten aber die Nashörner gemeinsam mit den anderen Wildtieren im grossen Gelände, dass direkt bei der Lodge entlang führt. Die Nashörner wurden etliche Male aggressiv und durchbrachen den Zaun. Eines der Nashörner stürmte in seiner Wut auf den Swimming Pool zu und stürzte hinein. Auch die sofort zur Hilfe geeilten Autoabschleppwagen und Krans konnten dem Nashorn nicht mehr helfen und dieses ertrank. Auch so war es noch ein langer und schwieriger Prozess bis das Nashorn aus seinem nassen Grab befreit werden konnte. Daher beschloss die Lodgeleitung die Nashörner in einem speziell gesicherten Terrain unterzubringen zum Schutz der Touristen, wie auch zum Schutz der Nashörner selbst. Bei unserem Bad im Swimming Pool waren wir auf jeden Fall froh, nicht der Gefahr ausgesetzt zu sein, plötzlich Gesellschaft eines Nashorns zu kriegen.

Juni 17th, 2010 at 18:52
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