Ferieneindrücke
Blutkuppe
Die ersten Tage verbrachten wir weitab von der Zivilisation am oberen Ende des Naukluftparks bei der Blutkuppe. Die Blutkuppe ist ein Granit-Inselberg mit roten Äderungen im Gestein und besonders im Abendlicht erinnert die Steinformation tatsächlich an Blut. Unendliche Weite umgibt die Blutkuppe, unterbrochen von Köcherbäumen, Aloes und vereinzelt grasen Steinböcke und Strausse an den kargen Grasbüscheln. In dieser Einsamkeit stellten wir unser Zelt auf und genossen die Ruhe, das Eins sein mit der Natur. Zwischendurch kreuzte eine emsige Maus auf ihrer Nahrungssuche unseren Platz, Eidechsen faulenzten neben uns in der Sonne und Käfer schwirrten von Sonnenaufgang bis Untergang um uns herum auf der Suche nach Nektar.
Spitzkoppe
Aufgrund ihrer charakteristischen Form wird die Spitzkoppe auch Matterhorn Namibias genannt. Für uns Schweizer ist dieser Vergleich etwas gar weit her geholt, aber eindrücklich sind die grosse und kleine Spitzkoppe allemal. Die Gipfel ragen bis zu 800m aus der Umgebung und bestehen aus verschiedensten Steinformationen. Um die beiden Berge zieht sich in einem verwirrenden Netz eine Schotterstrasse, die immer wieder zu idyllisch gelegenen Campingplätzen führt. Auf einem etwas erhöhten flachen Platz mit wunderschöner Aussicht errichteten wir unser Zelt und konnten uns im Beisein von Klippspringer (einer Antilopenart) kaum satt sehen an der im Abendlicht erstrahlenden Umgebung. Während den nächsten Tagen erklommen wir tagsüber für uns erreichbare Gipfel und verwöhnten uns abends mit kulinarischen Leckereien vom Feuer: Schlangenbrot, Folienkartoffel mit Eier, Eintöpfe aus dem Potjie und natürlich Wildfleisch vom Grill.
Windhoek
Die Zivilisation hatte uns wieder. Als Abschluss unserer Ferien verbrachten wir noch einige Tage in der Hauptstadt um spezielle Einkaufswünsche zu besorgen, bevor wir wieder nach Hause in den Norden fuhren.




Oktober 27th, 2008 at 18:53
Wunderschöne Fotos. Ich hoffe ich habe mal Zeit und Geld um auch dieses wunderschöne Land zu bereisen.