Man nehme…
- 30 min. Anfahrtsweg
- 5 min. Mitteilung, dass ich diesen Morgen einen Vortrag über Unterrichtsmaterial halten werden
- 10 min. Vorbereitungszeit Dies alles sorgfältig miteinander mischen und daraus ergibt sich einen 2-stündigen Vortrag.
So geschehen diese Woche. Ich wurde zu einem 10-tägigen Workshop für angehende Kindergärtnerinnen eingeladen und beschloss einen Tag daran teilzunehmen. Als ich einen Tag vorher ein Telefon der Leiterin erhielt und sie sich erkundigte ob ich nun auch wirklich komme, fand ich dies etwas merkwürdig, dachte mir jedoch nicht mehr dabei. Pünktlich um acht Uhr Freitags traf ich beim Versammlungsort ein und wurde sobald herzlich begrüsst und mir wurden einige Dokumente ausgehändigt. Nach einer Weile und einigen Erklärungen wurde mir dann klar, dass von mir erwartet wurde, dass ich an diesem Morgen einen Vortrag über Unterrichtsmaterialien halten sollte. Im Programm stand mein Name als Dozentin und der Vortrag sollte über zwei Stunden dauern. Tja, ich fügte mich in mein Schicksal und versuchte das Beste aus dieser Situation zu machen. In nur zehn Minuten plante ich diesen Workshop über Unterrichtsmaterialien ohne selbst Zeit zu haben Hilfsmaterialien herstellen zu können. Super Voraussetzungen für einen interessanten, praxisbezogenen Vortrag. Irgendwie gingen die Minuten nur so vorbei und wir bearbeiteten gemeinsam das vorgegebene Thema. Die Teilnehmer waren einigermassen aktiv dabei und die Hauptleiterin am Ende glücklich und dankbar. Doch ich selber kann nicht mehr genau nachvollziehen und erklären, was genau ich unterrichtet habe. Ich kann nur hoffen, dass es einigermassen Sinn machte und den Kindergärtnerinnen beim Unterrichten helfen wird.
Irgendwie hat es ein typisches Missverständnis gegeben, wie, wann und auf welcher Seite ist mir nicht so klar. Auf jeden Fall werde ich bei einem nächsten Mal alle Fühler ausstrecken und versuchen zu verstehen, was zwischen den Zeilen steht. Damit hätte ich hoffentlich auch mehr Vorbereitungszeit. Ich denke, das ist nicht zu viel erwartet.
Mirjam mit den beiden Workshopleiterinnen
