Impressionen zur Regenzeit

30.3.2008 // 16:15
Abgelegt unter: // andreas

Ganz so meinten es die Besitzer bei der Namensgebung wohl nicht!

Während dem die Einen ihren Wohnsitz und ihre Geschäfte schnell aufgeben, entwickeln Andere viel Fantasie und Arbeitswille um ihrer Arbeit dennoch nachgehen zu können.

Die schönen und vergnüglichen Seiten des Hochwassers lassen sich nun überall an den Ufern entdecken: Männer, Frauen und Kinder üben sich im fischen mit Netzen und Ruten. Es herrscht ein buntes Treiben wie auf einem Markt, für die hiesige Region eher ungewöhnlich. Bereits nach kurzer Zeit können die Meisten Fischer ihre ertragsreiche Beute nach Hause bringen und sich so für die nächsten Tagen die Fische als Ergänzung zum Mahangu gönnen. Die übrig gebliebenen Fische werden getrocknet und gelagert.

Nicht etwa ein vergessenes Überbleibsel, dass mit den Jahren von der Natur eingenommen wurde. Sondern ein Strassenarbeiter, der entweder seine Maschine überschätzte oder die Natur unterschätzte. Auf jeden Fall war die Strasse für längere Zeit nicht passierbar und ein Umweg durch Felder musste in Angriff genommen werden bis die Maschine wieder die Hindernisse beiseite räumen konnte und nicht selbst eines darstellte.

Eine Brücke in unserer Nähe hält die Strassenarbeiter ganz schön in Schach. Bereits mehrmals wurde die kritische Stelle mit Sand aufgefüllt, aber immer wieder war das Wasser stärker und schwemmte all die mühselige Arbeit innerhalb weniger Stunden wieder weg. Bis die Arbeiter letzte Woche genug hatten und über das Wasser siegen wollten. Bis jetzt hat sich der Aufmarsch all dieser Lastwagen gelohnt, die Strasse ist immer noch befahrbar.

Erstmals seit 1976 führt die Etoschapfanne wieder Wasser. Ein Naturspektakel für die Tiere, wie auch für die Menschen.

Ausnahmezustand wegen Hochwasser

29.3.2008 // 19:06
Abgelegt unter: // andreas

Auszüge aus der “Allgemeine Zeitung” vom 28. März 08

«Nach Regierungsangaben sind derzeit rund 60000 Menschen von dem Hochwasser betroffen, tausende von ihnen wurden bereits umgesiedelt. Schulen, Kliniken und etliche Häuser sind in vier Regionen, für die von Präsident Pohamba vor drei Wochen der Ausnahmezustand ausgerufen wurde, vom Wasser eingeschlossen. [..] Nach Angaben der Zweigstelle des Gesundheitsministeriums in der Oshana Region habe man derzeit rund 450 Cholera Fälle registriert, bislang seien zwei Menschen an der Krankheit gestorben.»

In unserer Umgebung halten sich die Auswirkungen des Hochwassers immer noch in Grenzen. Nur vereinzelt mussten Leute evakuiert werden und einige Strassen sind weder befahrbar noch begehbar. Doch bereits wenn wir durch Oshakati und Ongwediva fahren, können wir die überschwemmten Wohngebiete sehen, Brücken, die den starken Wassermassen kaum noch stand halten können und Menschen, die ihre Häuser verlassen und ein trockenes Zuhause auf Zeit suchen. Doch in diesen Städten können wir nur einen kleinen Teil der Auswirkungen sehen, den das schlimme Hochwasser befindet sich weiter nördlich. Wir staunen wie schnell die Regierung reagiert hat; Hilfsflüge für Menschen und Tiere werden organisiert, Nahrung verteilt, Notunterkünfte für all die Evakuierten organisiert und bereit stellt und immer wieder Strassen und Brücken ausbessert. Erst jetzt nach über zwei Monaten haben auch ausländische Organisationen ihre Hilfe zugesprochen. Wir hoffen, das sich die Cholera, wie auch weitere Krankheiten nicht noch weiter ausbreiten und möglichst schnell nun für all die Betroffenen wieder etwas Alltag einkehren kann.

“In zehn Jahren müsste Afrika nicht mehr arm sein”

11.3.2008 // 20:22
Abgelegt unter: // andreas

Gelesen beim Tagesspiegel. Obwohl das Interview einige Monate alt ist, bleibt das Thema aktuell. Der bekannte Ökonom Jeffrey Sachs vertritt erfrischend andere Ansichten, wenn es darum geht, Afrika aus der Armut zu befreien.

http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonntag-Afrika;art2566,1896655

Man nehme…

9.3.2008 // 18:11
Abgelegt unter: // mirjam
  • 30 min. Anfahrtsweg
  • 5 min. Mitteilung, dass ich diesen Morgen einen Vortrag über Unterrichtsmaterial halten werden
  • 10 min. Vorbereitungszeit Dies alles sorgfältig miteinander mischen und daraus ergibt sich einen 2-stündigen Vortrag.

So geschehen diese Woche. Ich wurde zu einem 10-tägigen Workshop für angehende Kindergärtnerinnen eingeladen und beschloss einen Tag daran teilzunehmen. Als ich einen Tag vorher ein Telefon der Leiterin erhielt und sie sich erkundigte ob ich nun auch wirklich komme, fand ich dies etwas merkwürdig, dachte mir jedoch nicht mehr dabei. Pünktlich um acht Uhr Freitags traf ich beim Versammlungsort ein und wurde sobald herzlich begrüsst und mir wurden einige Dokumente ausgehändigt. Nach einer Weile und einigen Erklärungen wurde mir dann klar, dass von mir erwartet wurde, dass ich an diesem Morgen einen Vortrag über Unterrichtsmaterialien halten sollte. Im Programm stand mein Name als Dozentin und der Vortrag sollte über zwei Stunden dauern. Tja, ich fügte mich in mein Schicksal und versuchte das Beste aus dieser Situation zu machen. In nur zehn Minuten plante ich diesen Workshop über Unterrichtsmaterialien ohne selbst Zeit zu haben Hilfsmaterialien herstellen zu können. Super Voraussetzungen für einen interessanten, praxisbezogenen Vortrag. Irgendwie gingen die Minuten nur so vorbei und wir bearbeiteten gemeinsam das vorgegebene Thema. Die Teilnehmer waren einigermassen aktiv dabei und die Hauptleiterin am Ende glücklich und dankbar. Doch ich selber kann nicht mehr genau nachvollziehen und erklären, was genau ich unterrichtet habe. Ich kann nur hoffen, dass es einigermassen Sinn machte und den Kindergärtnerinnen beim Unterrichten helfen wird.

Irgendwie hat es ein typisches Missverständnis gegeben, wie, wann und auf welcher Seite ist mir nicht so klar. Auf jeden Fall werde ich bei einem nächsten Mal alle Fühler ausstrecken und versuchen zu verstehen, was zwischen den Zeilen steht. Damit hätte ich hoffentlich auch mehr Vorbereitungszeit. Ich denke, das ist nicht zu viel erwartet.

Mirjam mit den beiden Workshopleiterinnen


Neue Medien

2.3.2008 // 11:22
Abgelegt unter: // andreas

Am 19. Februar erschien ein Artikel über uns und unseren Einsatz im Thuner Tagblatt. Eine elektronische Ausgabe findet ihr hier oder unter Medien.

Bei flickr hat es neue Bilder, die meisten sind von unserer Reise nach Malawi im Dezember und Januar. Hier klicken

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