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Von Malawi zurück nach Namibia

In Lilongwe verbringen wir Neujahr. Mit all den anderen Gästen der Unterkunft geniessen wir ein reichhaltiges Buffet, legen uns aber danach früh schlafen, da am nächsten Morgen um sechs unser Bus nach Sambia abfährt. So klingelt bereits vor fünf Uhr unser Wecker und kurze Zeit später stehen wir draussen und warten auf das bestellte Taxi. Doch der Fahrer hat wohl etwas zu stark gefeiert, auf jeden Fall taucht er nicht auf. So entschliessen wir uns mit Sack und Pack an die Hauptstrasse zu marschieren und unser Glück dort zu versuchen. Gerade als wir aus dem Tor treten, taucht das Taxi doch noch auf und wir steigen erleichtert ein. Doch zu früh gefreut, auch nach mehrmaligem versuchen will der Motor nicht starten. Kein Benzin mehr und natürlich kein Ersatzkanister im Auto und weit und breit keine Tankstelle. Also, wieder raus aus dem Auto, Gepäck wieder satteln und doch zu Fuss weiter.

Langsam aber sicher wird die Zeit knapp und wir hoffen auf die übliche Verspätung bei der Abfahrt des Busses. An der Hauptstrasse angekommen ist es nicht so einfach ein Taxi oder ein Minibus zu erwischen, denn die sind alle voll. Doch endlich hat jemand erbarmen mit uns und wir quetschen uns so gut wie möglich noch in den bereits übervollen Minibus. Kurze Zeit später erreichen wir die Endstation, die noch gut einen Kilometer von unserem Ziel entfernt liegt. Mit allem Hab und Gut machen wir uns im Eiltempo auf den Weg und bereits von weitem sehen wir unseren Bus, doch der Motor läuft schon und der Fahrer will gerade rückwärts raus fahren. Zum Glück entdecken sie uns noch und nachdem unser Gepäck eingepackt ist, geht es los. Das war knapp, aber immerhin keine langen Wartezeiten. Während den nächsten 12 Stunden Fahrzeit können wir uns von dem morgendlichen Stress erholen und die saftig grüne Umgebung geniessen, denn hier hat die Regenzeit begonnen. Die weitere Rückreise über Lusaka nach Livongstone verläuft reibungslos, wenn sie auch lang und holperig ist, da der Regen die Strassen schon ganz schön durchlöchert hat.

In Livingstone verweilen wir für einige Tage und wollten eigentlich die Victoriafälle besuchen. Doch die meiste Zeit über regnet es in Strömen und die Sicht ist so schlecht, dass wir uns einfach in unserer Unterkunft erholen.

Ein eindrückliches Abschiedsgeschenk bietet uns Sambia am letzten Abend noch. Von einem Baum zum anderen hüpfen graziös zwei Buschbabys. Wir können diese Tiere mit ihren langen buschigen Schwänzen und den riesigen glänzenden Augen noch lange beobachten und kommen kaum aus dem Staunen raus. Nach einer weiteren langen Busfahrt kommen wir wieder in Namibia an und werden am Zoll auch gleich mit der typischen freundlichen Art der Namibier empfangen: “Bildet eine schöne Reihe hinter der Theke!” Und nachdem sich die etwas schwergewichtige Dame endlich von ihrem Schreibtisch erhoben hat und die Güte hat unsere Pässe zu stempeln, bedient sie uns bewusst nicht, da wir angeblich nicht schön in der Reihe standen. Mit etwas Geduld erhalten wir unseren Stempel doch noch und fühlen uns wieder total zu Hause.

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