Weiter durch Zambia (Etappen 2 und 3)
Nach einer angenehmen Reise von Livingstone nach Lusaka quartieren wir uns in der zambischen Hauptstadt ein, vor allem um endlich zu unserem Visa für nach Malawi zu kommen. Dies ist einiges einfacher, als von Namibia aus, da wir persönlich auf der Botschaft vorbeigehen können und nicht die Pässe hin und her schicken müssen. Nach zwei Tagen haben wir die benötgten Dokumente, sind etliche US Dollars ärmer (Schweizer sind die einzigen Europäer, die ein Visum im Voraus benötigen um nach Malawi reisen können…) – aber voll Vorfreude. Wir haben im YWCA übernachtet, eigentlich ein Studentenheim, das aber auch Reisende willkommen heisst. Uns gefällt vor allem die authentische afrikanische Athmosphäre, weit weg vom sonst üblichen Backpacker – Mief. Die sprichwörtliche Freundlichkeit der Sambier können wir hier besonders spüren und es trägt ebenfalls dazu bei, dass es uns allen sehr wohl ist.
Nachdem wir die Visa erhalten haben nehmen wir noch am gleichen Tag den Bus nach Malawi und bereiten uns auf eine lange Fahrt vor. Die Landschaft belohnt uns mit abwechslungsreichen Ausblicken, kurvigen Berg- und Talfahrten über dicht bewaldete Hügel. Ab und zu fahren wir an einem traditionell gebauten Dorf vorbei, die meiste Zeit ist das Land aber menschenleer. Kurz bevor die Nacht einbricht, beginnt es wieder zu regnen, die Strasse ist einiges schlechter als vorher und der Bus verringert die Geschwindigkeit deutlich. Wir fragen uns, ob wir wirklich um Mitternacht in Lilongwe ankommen werden. An der Grenze warten wir mitten in der Nacht, bis alle Passagiere alle Formalitäten erledigt haben bevor es die restlichen knapp 200 km weitergeht. Aber es geht weiter und plötzlich sehen wir die Lichter einer Stadt und müssen feststellen, dass dank einem langen Nickerchen die restliche Fahrt in Windeseile vorbeiging.