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Etosha – Folgen 3 und 4

Bei erfolgreichen Spielfilmen zeigt es sich immer wieder, dass die Fortsetzungen zu schnell produziert werden und dadurch mit einigen wenigen Ausnahmen nicht an den ersten Film heran reichen. Nicht so bei dem Besuch der Etosha; immer wieder einzig- und andersartig präsentiert sie sich und lässt einem immer wieder staunend und beeindruckt nach Hause fahren. ElefantenherdeÜber Ostern beschlossen wir spontan unseren Heimweg über die Etosha auszudehnen und wurden für diesen Entscheid mehr als belohnt. Innerhalb von drei Stunden entdeckten wir gegen 30 Elefanten, unzählige Giraffen, Zebras, Antilopen, Flamingos und andere Vögel. Kurz vor dem Ausgang besuchten wir noch die Toilettenanlage und wurden von anderen Touristen auf die in der Nähe liegende Löwin aufmerksam gemacht. Zum Glück hatte sie die grasenden Zebras im Visier und nicht uns, denn das Tor zu der Anlage öffnet sich noch nicht automatisch und so stiegen wir unaufmerksam aus dem Auto. Das nächste Mal werden wir wohl vorher die Umgebung absuchen. Löwin im Gras Kurze Zeit später besuchten uns meine Eltern. Der gemeinsame Besuch der Etosha war ein erstes Highlight. In der Nacht vor unserer Abreise regnete es in Strömen uns so wussten wir nicht was uns erwarten würde, denn überall hatten sich Pfützen gebildet, so dass die Tiere nicht an die Wasserstellen wandern mussten um zu trinken. Doch bereits beim Ausfüllen des Anmeldeformulars erfuhren wir von einem Löwen, der gleich neben der Strasse ein Gnu erlegt hatte und es nun gegen die Schakale verteidigte. Nichts wie hin. Tatsächlich entdeckten wir ihn kurze Zeit später in aller Ruhe neben dem erlegten Gnu liegend. Der mächtige Löwe zeigte keine Anstalten das Tier einzuverleiben. So zogen wir uns zurück um kurz vor Sonnenuntergang die Stelle nochmals aufzusuchen. Und nun wurden wir belohnt. Die meisten Besucher gaben wohl selbst dem Hunger nach und fuhren ihrem Abendessen entgegen. Am Schluss standen nur noch zwei Autos mit Beobachtern beim Schauplatz. Kurz entschlossen machte sich der Löwe nun über seinen Fang her. Uns bot sich ein einmaliges Spektakel. Der Löwe verschwand mit seinem Kopf beinahe im Körper und riss an den Innereien, zwischendurch beobachtete er mit blutverschmiertem Gesicht seine Umgebung um sich gleich darauf wieder seinem Opfer zu widmen. Leider war nun auch für uns die Zeit gekommen den Campingplatz aufzusuchen, ansonsten wären wir vor verschlossenen Toren gestanden. Löwe und Gnu Doch früh am nächsten Morgen suchten wir den Schauplatz wieder auf und entdeckten unzählige Geier, der Löwe der sich gerade in die Büsche entfernte und die Hyänen, die sich mit dem Gnukopf davon stahlen. Ansonsten war nichts mehr vom Opfer übrig, einzig einige Blutspuren im Gras zeugten vom Kampf. Auch in den restlichen zwei Tagen durften wir noch unzählige Tiere beobachten und uns von der Natur überraschen lassen. Die Ideen für weitere Folgen werden der Schöpfung in der Etosha noch lange nicht ausgehen und für uns wird es immer wieder ein einmaliges Erlebnis sein. Wir geniessen es noch solange wir noch können und werden euch auch weiterhin daran teilnehmen lassen.

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