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Tag der Bäume

Der sogenannte MooPooAn einem Montagmorgen erschienen viele der Schüler zusätzlich zu den üblichen Schulmaterialien mit einem prall gefüllten Plastiksack in der Hand. Sie verschwanden damit hinter dem Lehrerhaus und somit aus unserem Blickfeld, dadurch konnten wir unsere Neugierde, was sich wohl in diesen Säcken befand, nicht befriedigen. Im Verlauf des Morgens ertönte ein lautes Stimmengewirr auf dem Pausenhof. Einige der Schüler erschienen mit Schaufeln, andere mit Spaten und Rechen, die meisten standen jedoch unbeholfen umher und suchten sich einen Schattenplatz. Die Biologielehrer versuchten Ordnung in die Gruppe zu bringen, was ihnen nicht einfach fiel. Nun massen sie gewisse Distanzen und wiesen diejenigen mit Werkzeug an, an den zugewiesenen Orten ein Loch zu graben. Nun war unsere Neugier so gross, dass wir uns auf den Pausenplatz aufmachten um den Grund für diesen Tumult zu erfahren.

Unter strenger AufsichtEs war Tag der Bäume. Eine Baumschule hat der Ashipala Senior Secondary School zu diesem Anlass 20 Bäume gesponsert. Und diese jungen Bäume wurden nun eingepflanzt um in einigen Jahren den Autos als Schattenspender zu dienen. Hoffentlich werden in einigen Jahren die Autos schmaler gebaut, denn die Bäume wurden sehr dicht beieinander eingepflanzt. Unter Stöhnen und Schwitzen wurden nun die Löcher bis zu einem Meter tief ausgehoben, was doch eine beträchtliche Leistung war in dieser Hitze. Nun lüftete sich auch das Geheimnis der vielen Plastiksäcke: die Schüler brachten Mist von zu Hause mit. Dieser Mist wurde in die Löcher gefüllt, mit einer Schicht Sand wieder zugeschaufelt und nun wurden die Bäume eingepflanzt. Dass der Mist nicht wie bei uns in die oberste Schicht Sand kommt ist nicht etwa uns zuliebe, damit wir den Gestank nicht riechen, sondern damit es nicht zu viel Ungeziefer anzieht.

Was wachsen soll muss Weile habenMit viel Mühe und Ausdauer wurde den Jungbäumen nun eine Art Nest aus Sand gebaut, das mit Heu ausgestopft wurde. Nun füllten lauter kleine Baumnester die eine Seite des Pausenplatzes. Doch leider bleibt das Eingangstor der Schule manchmal offen und so genossen bereits am nächsten Tag eine Herde Ziegen die frischen grünen Laubblätter. So blieb den Schülern nichts anderes übrig als nochmals Material anzuschleppen. Dieses Mal waren es Palmblätter. Diese benutzten sie um jeden der Jungbäume mit einem Zaun zu umflechten, damit die Blätter in Zukunft vor den gefrässigen Tieren geschützt waren. Nun konnte der normale Schulbetrieb wieder aufgenommen werden und die Ziegen gingen diesmal leer aus.

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