voilà la peau
Um uns das Erlernen der lokalen Sprache Oshindonga[1], einem Dialekt von Oshivambo etwas einfacher zu machen, sind wir immer wieder froh um Eselsbrücken. Voilà la peau, oder eben Wua la la po heisst soviel wie Guten Tag. Wir sind nicht sicher, ob wir diese Sprache eine Tages beherrschen werden oder ob sie sich auf einige Wörter beschränken wird. Auf jeden Fall tönt sie für unsere Ohren fremd, aber sie hat auch ihre lautmalerischen Seiten. Wer würde schon denken, dass omafufu omazizi[2] soviel heisst wie grünes Haar oder dass die eekutsi nichts anderes sind als die Ohren.
Aber es gibt auch Wörter, die uns irgendwie vertraut klingen, wahrscheinlich weil sie von Englisch, Deutsch oder Afrikaans ihren Weg ins Oshindonga gefunden haben. Wenn wir uns ins etyofa setzen um otelevisi zu schauen, mit einem Glas omeya auf dem oshitaafula fällt die Interpretation etwas leichter. Oshiauto und okanu sind Fortbewegungsmittel, aber nein, oshivelo hat nichts mit Fahrrad zu tun. So einfach wird es uns dann doch nicht gemacht. Okambishi ist verwandt mit unserem Büsi, aber okasino steht nicht fürs Glückspiel sondern ist etwas störrisch und meistens grau.[3] Auch wenn kuku Grossmutter meint ist, Oshikuku das Hühnerhaus, während oshikuki wieder soviel heisst wie Kuchen. Hmm….
[1] lies: sh = sch
[2] lies z = scharfes s
[3] Leider nicht auf Oshiwambo aber doch bemerkenswert: Munali heisst soviel wie Stier in einer Lokalsprache aus Sambia. Wer denkt da nicht an einen kleinen Stier aus dem Emmental?
November 18th, 2006 at 13:02
[...] Nun, nicht nur Oshiwambo hat seine Tücken, auch Englisch ist nicht immer so, wie es auf den ersten Blick erscheint. [...]