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White water

Auch wenn Namibia langsam am vertrocknen ist und sich nach dem erlösenden Regen Ende Jahr sehnt, gibt es doch Flüsse, die das ganze Jahr Wasser führen. Mindestens einer dieser drei wartet mit einer Attraktion auf: Der Kunene River eignet sich wunderbar für Wildwasserfahrten. Den Besuch von Freunden aus der Schweiz haben wir genutzt, um ein Wochenende in der Kunene River Lodge zu verbringen. Wir liessen es uns nicht entgehen, in Kanus die Stromschnellen zu erkunden.

Der Einstieg

Der Einstieg


Zitiert aus: “Weisses Wasser” von Tim Parks

«Als er sein Boot aus dem Kehrwasser bringt, wird es unvermittelt in Richtung der überspülten Felsbank gezogen, über die das Wasser mit grosser Macht hinabstürzt. Der Sog reisst ihn flussauf und unter Wasser. Das kommt völlig unerwartet. Wie kann es sein, dass ich flussauf gezogen werde? Zurücklehnen! schreit Adam. Vince versucht zu korrigieren, paddelt rückwärts, aber dadurch schlägt das Boot quer und fängt wie wild zu schaukeln an. Ein Berg von Wasser prasselt auf ihn nieder. Vince will noch aufkanten, um ihm zu begegnen, aber zu spät, er kippt bereits. Sein Kopf taucht in den Schaum ein. Diese Erfahrung ist ganz anders als das Kentern, das er bis jetzt erfahren hat. Man ist nicht mehr im ruhigen Wasser, wo man Zeit zum Nachdenken hat. Man ist mitten im Strom – so ist das Leben-, mit offenen Augen und dennoch blind.»

«Ist man plötzlich allein, kommt einem der Horizont des Flusses entgegen. Er wirkt glasig, und während das Rauschen anschwillt, gewinnt das Wasser an Masse und sein Sog wird entschiedener. Die Berge sind ganz still. Man ist bereits über den letzten Umkehrpunkt hinaus. Man muss sich einen Weg suchen.»

Bereit für das Abenteuer


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