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Was ein Tisch, ein zerstörtes Tor und ein Tresor gemeinsam haben

Lastwagen, Kran und Gartentisch

Damit wir uns auch um unser Haus herum wohl fühlen haben wir uns (vor allem Mirjam und Nathan) vermehrt dem Garten gewidmet. Nachdem wir uns nach langen Diskussionen über einen geeigneten Standplatz für einen Gartentisch einigten, entschieden wir uns zu einem robusten Tisch aus einem Zementsockel und einer ebenso konkreten Platte. Heute wurde das Material dazu geliefert.

Aber so einfach war das Aufstellen nicht. Da Bäume den direkten Zugang vom Schulgelände in unseren Garten versperren, musste der Lastwagen mit Kran in unseren Garten fahren. Das Gartentor ist gerade breit genug um einem Lastwagen Durchgang zu gewähren. Die nächste Hürde war die Kurve. Nach unzähligem Hin und Her war es dann soweit, der Lastwagen stand dort wo er musste. Nach wenigen Minuten war der Tisch montiert. Wenn schon mal ein Lastwagen mit Kran im Dorf ist, lässt man sich diese Gelegenheit nicht entgehen. Der Principal (Schulleiter) organisierte, dass die beiden Arbeiter mit dem Lastkran einen Safe 30 Meter von seinem Platz im Freien zum Bürohaus transportierten.

Um ihrem zweiten Arbeitsauftrag nachzukommen musste der Lastwagen erst wieder den schwierigen Weg hinaus aus unserem Garten finden. Dies gelang nach einigem hin und her ganz glücklich, bis wir merkten, dass das Gartentor 10 cm breiter ist als vorher und der Zaun etwas schlapp in der Gegend hängt. Was soll’s, das Tor war sowieso alt.

Der Tresor zum Büro zu heben war ebenfalls eine Sache von wenigen Minuten. Dort blieb er liegen, bis 10 starke Jungs sich nach der Schule daran zu schaffen machten, ihn ins Zimmer des Principals zu bewegen. Was jetzt folgte, kann nur schwer beschrieben werden. Mir als Mathematiklehrer gefiel der Aspekt des gemeinsamen Problemlösens, der Lärmpegel der diskutierenden Gruppe kann als sehr hoch bezeichnet werden, erstaunlich welche Wandlung Schüler vom Klassenzimmer ins Freie durchmachen können. Trotz ausgiebigem Palaver und unermüdlichem Ausprobieren bewegte sich der Tresor nicht vom Fleck, ausser dass er einigen Zehen gefährlich nahe kam. Irgendwann wurde dann der Gartenzaun, der das Gemüsebeet der Schule umsäumt, demontiert. Die Pfosten wurden als Unterlage eingesetzt, um den Tresor ins Haus zu bewegen. Mit Schieben und Ziehen gelang dies schliesslich. Das Problem wurde erfolgreich und kreativ gelöst und: So schnell nimmt niemand den Tresor wieder heraus.

Nun haben wir einen Tisch, die Schule einen Tresor dort wo er hingehört. Zwei als erfolgreich abzuhakende Ereignisse. Ein aussergewöhnlicher Tag, und den Gartenzaun vergessen wir nun lieber mal.

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