“None of my business”
Donnerstag Nachmittag, die Mathematik Abteilung an der Ashipala hat ein Fachtreffen, das ungefähr einmal im Monat stattfindet. Die Frage, ob genügend Lehrmaterial für alle Schüler vorhanden ist wird thematisiert. Es stellt sich sofort heraus, dass überall genügend Lehrbücher vorhanden sind ausser für die 8. Klasse, in der sich die Lernenden Schulbücher teilen müssen. Bei den Geometriesets sieht es scheinbar etwas schlechter aus. Es gibt sie zwar, die meisten sind jedoch alt und viele davon nicht mehr brauchbar. Dazu sind sie in einem weit entfernten Lagerraum, in dem es ziemlich unordentlich zu sein scheint. Einen Tag später weise ich den Principal (Schulleiter) darauf hin, dass Schulmaterial fehlt. Zu den fehlenden Büchern meint er, wieso er dies bisher nicht erfahren habe, er hätte sie ansonsten sofort bestellt. Bis bestellte Bücher in der Schule ankommen, dauert es nämlich meistens Monate, das Geld wäre das kleinere Problem. Als ich ihm die Situation mit den Geometriesets erkläre, führt er mich in einen Raum beim Lehrerzimmer, zeigt auf zwei grosse Schachteln und fragt mich, ob ich diese meinte. Die beiden Schachteln sind beide randvoll mit originalverpackten, neuen Geometriesets. Solche Episoden sind für mich schwierig nachvollziehbar und nicht immer einfach einzuordnen. “Ist nicht meine Angelegenheit” könnte schuld sein. Vielleicht liegt es auch daran, dass viele junge Lehrkräfte auf Schulbeginn neu eingestellt wurden und Kommunikation nicht immer einfach ist.