Kunene River Lodge
Dieses Jahr fiel der Unabhängigkeitstag (21.3.) auf einen Dienstag, was für die Schulen ein verlängertes Wochenende bedeutete und für uns die Möglichkeit, etwas die Umgebung zu erkunden. Wir entschlossen uns, zusammen mit den anderen Interteam Mitarbeiter von Oshikuku an die Kunene River Lodge im Nordwesten des Landes zu fahren. 140 Kilometer Teerstrasse bis Ruacana und nochmals 50 Kilometer Schotterpiste bis zur Lodge.
Gesagt getan. Die erste Etappe war ziemlich ruhig, ab und zu eine kleine Kurve, ab und zu ein paar Ziegen, die im richtigen Moment über die Strasse rennen. Die zweite Etappe gestaltete sich etwas schwieriger, steiler, schlammiger und voller Herausforderungen. Wir sind zum Glück nirgends stecken geblieben, und doch, ein paar Mal stieg unser Adrenalinspiegel an. Wir erfuhren unterwegs unter anderem, wie die Einheimischen vorgehen, wenn ein Auto absäuft und genug Leute hinten auf dem Pickup sind: In diesem Fall wird das Auto kurzerhand getragen… Manchmal erinnerte das Fahren auch an Fahren auf Schnee, wenn das Auto ausscherte oder die Räder durchdrehten, und somit kamen auch etwas heimatliche Gefühle auf.
Nach insgesamt vier Stunden kamen wir glücklich in der Lodge an und tauchten ein in ein Paradies. Direkt an einem der drei grossen Flüsse Namibias gelegen ist dieser Ort eine grüne Oase in diesem eher trockenen Land. Unglaublich viele verschiedene Vögel, zum Teil solche die es nur dort gibt, Ruhe und viel Platz zum Zelten, relaxen und einfach sein. Das Wetter meinte es leider nicht so gut und nach einer durchweichenden Nacht beschlossen wir, unsere Zelte wieder abzubrechen und den Rückweg anzutreten. Weitere Regenfälle hätten die Strasse unpassierbar gemacht.
Somit machten wir uns auf. Kurz vor dem Ende der Schotterpiste stiessen wir in einer langgezogenen Kurve auf eine Autokolonne. Rush Hour mitten am Tag mitten im Busch. Es hatte auf der ganzen Strecke viel geregnet in der Nacht, dies war der Strasse anzusehen. Ausgetrocknete Flussläufe können sich innert Kürze in reissende Ströme verwandeln. Dies war dann auch der Grund für die Kolonne: Der “Red River”, ein Rinnsal am Tag zuvor, war an diesem Vormittag für Autos unpassierbar. Ein paar Mutige wagten sich mit ihrem Auto trotzdem in den Fluss, der Motor schluckte Wasser und wie man so schön sagt, ersoff. Einige Stunden später, nach einem gemütlichen Mittagessen und Amüsement über die verschiedenen Reaktionen war der Pegel soweit abgesunken, dass die stärkeren und grösseren Autos passieren konnten und die anderen aus dem oder durch das Wasser ziehen konnten.
Wir gehen sicher wieder in die Kunene River Lodge, mit der Hoffnung, dass die als Erholung gedachten Tage nicht nur aus Fahren auf mehr oder weniger guten Strassen bestehen.
April 21st, 2006 at 23:04
Kuhl, wir fuhren diese Strecke im 2004 auch, wobei wir wahrscheinlich mehr Staub schluckten, als ihr. wir empfanden das Kuneneufer als ein einziger riesiger Park! So schön! Die Strasse bis Ruacana ist schon eher abenteuerlich, doch wie gesagt, es lohnt sich. ich habe gerade etwas namibia-fernweh….!
Mai 26th, 2006 at 22:31
HAllo, wir sind gestern erst aus Namibia zurückgekommen und waren natürlich auch “im Paradies”. Ein wahrer Traum. Absolut empfehlenswert ist der Zeltplatz direkt an den Epupa Falls. Eine Oase unter Palmen. Die Fahrt dorthin war stellenweise etwas beschwerlich aber auf alle Fälle lohnenswert.