“The sunny side of learning English”
Diese Zeit hier in Capetwon dient uns nicht nur zur Erholung und zur Anklimatisierung. Unsere Hauptmotivation ist es, unser Englisch aufzufrischen und zu verbessern. Wie man sich auch mit wenig Fantasie vorstellen kann, ist das als Familie einiges schwieriger als fuer Einzelpersonen. Gebucht haben wir schon von der Schweiz aus, mit der Abmachung dass Mirjam am Morgen 4 Lektionen Klassenunterricht nimmt und Andreas am Nachmittag 2 Einzellektionen. Somit koennen wir uns die Zeit einteilen um zu Nathan zu schauen. Eine neue Erfahrung, der wir mit gemischten Gefuehlen entgegenblickten, da wir nicht sicher waren ob sich die Plaene auch in die Tat umsetzen lassen. Es geht tatsaechlich und Gavin, mein Englischlehrer meinte zu unserer Rollenaufteilung, wir seien eine moderne, fortschrittliche Familie. Die Rollen scheinen hier noch einseitiger verteilt zu sein als in der Schweiz. In Mirjam’s Klasse ernteten wir Beifall als sie erzaehlte, wie wir uns organisiert haben, damit beide Englisch lernen koennen.
Gavin macht mit mir viel Konversationsuebungen um den Wortschatz zu erweitern und Aussprachtraining. Manchmal auch etwas Psychotherapie, wenn er mir versichert, dass der Schweizer und sogar der Deutsche Akzent alles andere als schlimm toenen. Im Gegenteil, diese Akzente vermitteln das Gefuehl von Vertrauen, Praezision und Verlaesslichkeit. Bisher schaemte ich mich immer fuer mich und alle Schweizer mit diesem “federal inglisch”. Aber dann lassen wir jetzt mal diese ä’s e’s und r’s urchig krachen bis sich die Balken biegen.
Gestern Freitag war es so heiss, dass Gavin und ich beschlossen, ein klimatisiertes Restaurant aufzusuchen, damit wir klarer denken konnten. In diesem Kaffee setzten wir uns mit Mathematik in Englisch auseinander. Dies ist eine Fremdsprache in der Fremdsprache. Aber schliesslich will ich fuer meine Arbeit in Namibia zumindest einigermassen sicher sein was die mathematische Sprache angeht. Im Gegenzug zu seiner Psychotherapie konnte ich Gavin einiges an mathematischem Aufbautraining vermitteln, er half mir bei der Aussprache und Vokabular.Viel zu verdanken haben wir der “waiter” (Kellnerin), welche uns weiter geholfen hat, wenn wir unsicher waren. “Waiter” kommt von warten und da sie an diesem Nachmittag wenig bis nichts zu tun hatte, machte auch ihr diese mathematische Enlischlektion viel Spass.
